
Roman Ondak, 'SK Parking', 2021

Roman Ondak, SK Parking, 2001 © Kontakt Sammlung, Wien; Foto: Oliver Ottenschläger
Installation, 2. UG, Garage
„SK Parking“ war erstmals 2001 anlässlich der Ausstellung „Ausgeträumt…“ in der Secession in Wien zu sehen. Roman Ondak hatte auf dem exklusiven Parkplatz hinter dem Secessionsgebäude und inmitten eines der verkehrsreichsten Orte Wiens mehrere Škodas für die Dauer der Ausstellung abgestellt. Autos, die im Zentrum Wiens durch ihr Autodesign und ihre Farbgebung ebenso auffielen, wie durch ihre slowakischen Nummerntafeln.
20 Jahre später, während des Lockdowns im Frühjahr 2021, war „SK Parking“ unerwartet wieder im öffentlichen Raum zu sehen. Diesmal im Zentrum Bratislavas, vor dem Gebäude der Kunsthalle. Und wieder zeigte sich, dass die Autos aus den 1970er und 1980er Jahren eine Unterbrechung des städtischen Alltags darstellten. Durch ihr tschechoslowakisches Autodesign und ihre slowakischen Nummerntafeln erinnerten sie die Bevölkerung Bratislavas an die radikalen gesellschaftspolitischen Veränderungen, die das Leben in Osteuropa nach 1989 bestimmt haben.
Seit Juni 2021 ist „SK Parking“ wieder in Wien zu sehen. Roman Ondak hat die Installation, die zu einem der ikonischen Werke der osteuropäischer Gegenwartskunst wurde, der Kontakt Sammlung geschenkt. In der Garage des Erste Campus und inmitten der dort geparkten Autos entfaltet die Arbeit Ondaks eine weitere Bedeutungsverschiebung. Sie lenkt den Blick auf den geopolitischen Raum, in dem die Erste Group tätig ist.
Roman Ondak, geboren 1966 in Žilina, Slowakei, lebt und arbeitet in Bratislava. Das Werk von Roman Ondak ist von einer interventionistischen Praxis gekennzeichnet, die sich der Wirklichkeit subtil annähert, um alltägliche Erfahrungsmomente auf unkonventionelle und poetische Weise in Frage zu stellen und damit bewusst zu machen. Ephemere Performances sowie direkte Interventionen bilden die Grundlage seiner ortspezifischen Arbeiten. Oft initiiert der Künstler partizipatorische Projekte mit Amateuren. Roman Ondaks Werke waren in renommierten Biennalen und Ausstellungshäusern wie der 53. Venedig Biennale, der Manifesta 3 in Ljubljana, der 6. Berlin Biennale, dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid, dem Centre Pompidou in Paris, dem Museum of Modern Art in New York und der Tate Modern in London zu sehen.
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